Gerhard Heeren
Archiv
Von Dr. Thomas Gertner - 29.07.2004
Motsch trägt ein weiteres Mal die Unwahrheit vor

Motsch trägt eine weiteres Mal die Unwahrheit vor, indem er den sog. "Grauen Plan", der vom Forschungsbeirat für die Wiedervereinigung zusammen mit dem Vierten Erfahrungsbericht aus den Jahren 1961 bis 1965 vorgestellt worden ist. Auszugsweise Zitat:

Bereits im ersten Tätigkeitsbericht 1953 formulierte der "Forschungsbeirat für die Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands" als eine vorrangige Aufgabe: "...Erstellung eines Sofortprogramms, d.h. die Vorbereitung aller derjenigen Maßnahmen, die im Falle einer Wiedervereinigung alsbald...notwendig sein würden."

Der 4. Tätigkeitsbericht 1961/1965 - bekannt als "Grauer Plan" - enthielt alle Festlegungen zur Überführung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems der DDR in das der Bundesrepublik, z.B.

- Volkseigene Betriebe der Industrie sollen "...zu rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen werden..."

- die Herausgabe von Grundstücken können Personen verlangen, die "am 8. Mai 1945 im Grundbuch eingetragen waren.." und "...denen durch die sowjetzonale Bodenreform der Besitz entschädigungslos entzogen worden ist..."

- "Es wird noch dahin kommen, daß in der Sowjetzone bis zu 90 Prozent aller im Staatsapparat tätigen Personen in den ersten Wochen ausgewechselt werden müssen. Schon jetzt ist eine listenmäßige Erfassung aller Menschen notwendig, die für die Übernahme von Ämtern in Frage kämen" (aus dem Gründungsprotokoll)

Es mag juristisch vielleicht nicht unbedingt darauf ankommen; aber es ist schon interessant, wie genau es die Bundsesrehierung mit der Wahrheit nimmt!

Zur Hauptseite   Inhaltsverzeichnis