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| Von Nico Nader am 11. November 2000 |
| Menschlichkeit und Toleranz | |
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Wenn man es in Deutschland tatsächlich für notwendig erachtet demonstrieren zu müssen, damit die Menschen in diesem demokratischen Rechtsstaat für Menschlichkeit und Toleranz einstehen, dann ist fürwahr etwas faul im Staate Deutschland. Dahinter steht das Unvermögen der Verantwortlichen, mit kriminellen Gruppierungen fertig zu werden, die sich unter dem Deckmantel von politischen Parteien tummeln. Gruppen, die zahlenmäßig gesehen nicht einmal 0,05% der Bevölkerung ausmachen. Nur ein kleinerer Teil dieser Leute wiederum agiert gewalttätig und staatsfeindlich. Von dieser Ohnmacht soll nun mit dem Orchester aus organisierten Menschenansammlungen, Menschenketten und pathetischen Reden der Staats- und Politspitze abgelenkt werden. Alles schon da gewesen und als untaugliches Unterfangen durchgefallen.
Die Erfahrungen des demokratischen Zusammenlebens und die rechtsstaatliche Gesetzesflut verfügen über ausreichende Möglichkeiten, den immer wieder aufflackernden, eindeutig kriminellen Untaten in an-gemessener Härte zu begegnen.
Wenn eine Regierung zum Mittel von Großdemonstrationen greifen muss, um eine verschwindend kleine Gruppe gesetzloser Außenseiter zu bekämpfen, dann ist das ein bedenkliches Eingeständnis von hilfloser Unfähigkeit. Was ist also der wahre Grund dieser neuen Einmütigkeit?
Die offensichtlichste und nicht ganz von der Hand zu weisende Erklärung wäre das Wissen um den immer wieder wirksamen Hang der Menschen zur Rührseeligkeit, wie das in der Rede vom 9. November unseres Staatsoberhauptes am Pariser Platz in Berlin, anlässlich der Großdemonstration in vorbildlicher Weise exerziert wurde.
So steht es geschrieben: Die Würde des Menschen ist unantastbar, Um das inzwischen zehnjährige Herumtrampeln auf Würde und Ansehen der nach 1945 durch deutsche Kommunisten gesetzeswidrig verjagten, bestohlenen und oftmals ermordeten Mitmenschen aus Mitteldeutschland hat sich bisher noch keine staatliche Institution öffentlich irgendwelche Gedanken gemacht. Die gezielte Verfälschung des Grundgesetzes durch eine defakto Aufkündigung der verfassungsmäßigen Eigentumsgarantien für gesetzeswidrig Enteignete in Mitteldeutschland und deren Durchsetzung vor den höchsten Gerichten ist ein weiteres Indiz für die Abwegigkeit der heutigen Politik.
Der allerdings wahrscheinlichere Hintergrund dieser Aktionen ist die hypnotische Angst der deutschen Linken, zu der man heute auch einen großen Teil der CDU rechnen muss, vor der Erstarkung der politischen Rechten, oder den eher konservativ denkenden Mitmenschen.
Der CDU ist diese Denkweise größtenteils auch zuzurechnen, da sie sich in ihrer verklemmt sozialistischen Neuorientierung insbesondere seit der Wiedervereinigung von alten Grundwerten abgewendet und der Fortschreibung der kommunistisch-sozialistisch geprägten Handhabung von Eigentums- und Nicht umsonst hat die CDU sich eine neue Vorsitzende auserkoren, die eine eindeutig sozialistische geprägte Gesinnungstreue einzubringen hatte.
Bedauerlicherweise ist heutigen Tages das Vertrauen in die Politiker als Menschen derart tief gesunken, dass der Gedanke, hier würde versucht aus menschlichen Tragödien politisches Kapital zu schlagen, um Andersdenkende pauschal auf Bundesebene als Übeltäter brandmarken zu können, nicht sehr abwegig erscheint. |
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