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| Von Nico Nader am 21. Mai 2000 |
| zu Offener Brief an Frau Merkel | |
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Diese Ausführungen sind sehr begrüssenswert und können nicht oft genug wiederholt werden. Natürlich gibt es seit nunmehr zehn Jahren immer wieder juristisch fundierte Überlegungen wie die inzwischen bereits ergangenen Unrechtsentscheidungen unserer heutigen Gerichte ausgehebelt werden könnten. Natürlich werden die Gesetze immer wieder, sobald sich eine Aussicht auf Erfolg der Kläger abzeichnet, nachgebessert und so Riegel um Riegel vorgeschoben, um ein Obsiegen der "Entrechteten" zu verhindern. Diese Spiele werden andauern solange es Juristen gibt, die sich aus den unterschiedlichsten Beweggründen mit diesem Thema beschäftigen. Eine Korrektur der durch die Politik verursachte Schieflage der deutschen Rechtssprechung wird einzig und allein durch die Politik herbeigeführt werden können. Wie man in dem Brief der Vorsitzenden der CDU, Frau Angela Merkel, nachlesen kann, ist die CDU neben allen anderen Parteien nicht bereit, von ihrem zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung genial erscheinenden Vorsatz der staatlichen Einverleibung aller auf dem Gebiet der SBZ real existierenden herrenloser Privatvermögen abzurücken.
Die politischen Funktionäre aller deutschen Parteien hatten nur eine Sorge und das war die umgehende Rückgewinnung ihrer Parteivermögen. Deutsche, die derartig sozialistische Gedankengut noch heute mit sich herumschleppen, unterstützen auf tragische Weise einer Entwicklung zurück zum - selbstverständlich diesmal perfekten - Sozialismus.
Einem Sozialismus, der in den Augen der Träumer nur Gewinner kennt und keine Verlierer, nur wohlsituierte und keine notleidenden Bürger. -Der einzige zum Zeitpunkt der genialen Entscheidungen nicht voraussehbare Webfehler war der unerwartet schnelle Zerfall der Sowiet Union und damit die Blossstellung des Lügenpakets hinsichtlich der angeblichen sowietischen Vorbedingungen zur Wiedervereinigung.- Frau Merkel hat mit Ihrer stoischen Wieder-Auflistung der ursprünglichen Rechtfertigungen für den Raubzug des deutschen Staates in den Privatbesitz seiner Bürger dokumentiert, dass sie: 1. Den Grundsätzen ihrer politischen Erziehung im DDR Staat immer noch näher steht, als den angelernten Werten einer CDU im Sinne ihrer Satzung. 2. Als Pfarrerstochter und Christdemokratin nicht Willens und in der Lage ist, Fehler ihrer Parteigenossen einzugestehen und einen ehrlichen, unbelasteten Neuanfang dieser grossen Partei zu vertreten.
Leider werden Sie, Herr Heeren, und mit Ihnen viele tausende fassungs- loser Mitbürger vergbelich darauf warten müssen, von der Vorstitzenden der "neuen" CDU anderes zu lesen oder zu hören, als die unbeteiligte Wiederholung all der abgedroschenen und wiederlegten Argumente, die
Nico Nader |
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