| Enteignung |
| Von Heiko Peters |
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H E I K O P E T E R S Herrn Sehr geehrter Herr Wulff, Betr. Ihr Brief vom 27.3. – hier eingegangen am 5. April 01 „An ihren Taten, nicht an ihren Worten sollt Ihr sie erkennen“ so sagt der Prophet in der Bibel. Sie wissen seit vielen Jahren ganz genau, dass das grösste Eigentums-Delikt der Bundesrepublik seit dem Ende des 2. Weltkrieges auf die Ideen von Schäuble und Waigel sowie de Maizière zurückzuführen ist und von den Vollstreckern Kohl und Herzog umgesetzt wurde. Ausser einigen zaghaften Korrektur-Versuchen von Ihnen zu der Zeit, als die Regierungsgewalt noch bei der CDU lag und einigen öffentlichen Äusserungen in sehr langen Intervallen (FAZ etc.) ist bei Ihren Aktivitäten sehr wenig herausgekommen. Wenn unseren Politikern der Mut fehlt, sich für das richtig Erkannte auch kraftvoll einzusetzen, statt dessen aber eigene Karriere und Opportunitätsdenken im Vordergrund stehen, ist es um das Land schlecht bestellt. Sie hätten die Chance gehabt, ja, Sie haben diese heute noch aufgrund Ihrer medienwirksamen Stellung, dem Spuk der Enteignungen 1945 / 49 ein Ende zu bereiten. Eine Presse-Erklärung von Ihnen, in der dieser Skandal mit klaren Worten angeprangert wird, verbunden mit der Forderung nach einem Parlamentarischen Untersuchungs-Ausschuss würde den Gordischen Knoten lösen. Die Folgen für das Land sind Ihnen bekannt: Neu aufkeimendes Rechtsbewusstsein und tatkräftiger Aufbau in der Ex-DDR, Minimieren der Subventionszahlungen und der Steuerlast in der alten Bundesrepublik. Natürlich wäre das für Sie ein Wagnis – aber Sie können auch als strahlender Sieger mit einer neu motivierten CDU daraus hervorgehen. Wenn man aber den Versuch nicht unternimmt, so ist dies für mich gleichbedeutend mit unterlassener Hilfeleistung. Ich wünsche Ihnen (und dem Land) den nötigen Mut und die Tatkraft, auch gegen die eigenen Oberen anzugehen, die sich an Moral und Gerechtigkeit versündigt haben. Mit freundlichen Grüßen gez. Unterschrift (Heiko Peters ) |
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