Gerhard Heeren
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Ekkehardt Freiherr Schenck zu Schweinsberg - 19.04.2002
zu Leserbrief von A. Wendenburg (Vorsitzender der AfA) in Land & Forst

An Land & Forst
Redaktion
Sehr geehrte Damen und Herren !

Wie üblich geht die Argumentation von Herrn Wendenburg an den Kernproblemen vorbei. Das hat ihm erst vor kurzem sein Vorstandsmitglied Graf Schlieffen in einem Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bescheinigt, nämlich für die drei verlorenen Prozesse vor dem Bundesverfassungsgericht.

Die Eigentümer wollen ihr Eigentum wiederhaben.
Ihr Eigentum ist nämlich unverändert ihr Eigentum, so wie es dies bis 1945 war. Dazu ist die Rechtslage völlig klar. Und diese Eigentumsrückgabe ist auch für die neuen Länder und für die Bundesrepublik insgesamt von allergrößtem Wert.
Nur auf diese Weise wird die Bevölkerungswanderung von Ost nach West, die Flucht aus den neuen Ländern umgekehrt, was dringend notwendig ist.
Ohne solch eine Wende ist überhaupt nicht abzusehen, wann sich die katastrophale Wirtschaftslage dort ändern wird, wann die riesigen Subventionszahlungen aus dem Westen ein Ende finden.
Aufgrund des Fehlens von rd. 2 Millionen beraubten Eigentümern/Unternehmern wird in den neuen Ländern noch immer nur rd. 60 Prozent dessen erwirtschaftet was dort verbraucht wird. Ohne die Subventionen aus dem Westen würde in den neuen Ländern alles zusammenbrechen. Theoretisch würden die Menschen dort verhungern ! Darüber können keine neue Straßen und Telefonleitungen hinwegtäuschen.

Anstatt also sich für die Rückgabe des Eigentums zu engagieren, führt Wendenburg seit 1990 Prozesse nicht über die Rückgabe, sondern über die Entschädigung. Weshalb soll die Bundesregierung hier Entschädigungen zahlen, wenn ihr Interesse es nur sein kann, daß die Eigentümer sich selbst um ihr Eigentum kümmern. Über diese Tatsachen hält Wendenburg die Mitglieder der AfA vorsätzlich oder aus Unfähigkeit (?) im Unklaren.

Wenn ich Richter in Karlsruhe gewesen wäre, hätte ich mit den vier SPD-Richtern gestimmt, gegen Entschädigungszahlungen, allerdings die sofortige Rückgabe verlangt.
Wenn die Alteigentümer ihr Eigentum verkaufen wollen, so können sie das selbst in die Hände nehmen und sicherlich besser als der Staat.

(Seit 12 Jahren vertritt Wendenburg angeblich die Interessen der Mitglieder der AfA, er hat den Parteien und insbesondere den Regierungen Kohl und Schröder mit seiner Rechtsvernebelungskunst, als vermeintlicher "Vertreter" der Beraubten, auf unverantwortliche Weise die Eigentümer mit Erfolg vom Hals gehalten.)

Die Eigentümer wollen ihr Eigentum wiederhaben!

Mit freundlichen Grüßen

gez. Unterschrift

Ekkehardt Freiherr Schenck zu Schweinsberg

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