Presse
BARoV, 29.12.1999
Anhaltende Suche nach Eigentümern und Kontoinhabern



Mit der mittlerweile vierten Veröffentlichung forscht das Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen (BARoV) weiterhin intensiv nach ca. 5.500 Eigentümern und Kontoinhabern, die unauffindbar sind und deren Vermögen in der DDR staatlich verwaltet, aber nicht enteignet wurde. Gesucht werden neben Berechtigten deutscher Herkunft auch oder gerade rund 4.700 ausländische Staatsbürger, welche vor 1945 Konten bei deutschen Kreditinstituten unterhielten (UN-Bürger Konten). Die Liste erscheint am 30. Dezember 1999 als Sonderbeilage in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und am 31.12.1999 im Bundesanzeiger.

Die Veröffentlichung ist fester Bestandteil von eingeleiteten Aufgebotsverfahren mit denen Eigentümer und Rechtsinhaber aufgefordert sind, sich beim Bundesamt zu melden, um so ihre Rechte an Grundstücken, Konten und einzelnen Gegenständen wahrzunehmen. Berechtigte, die sich nicht innerhalb der in der Liste genannten Frist melden, werden mit ihren Rechten ausgeschlossen. Danach fällt der jeweilige Vermögenswert dem Entschädigungsfonds beim Bundesamt zu. Aus diesem Fonds werden Entschädigungen und Ausgleichsleistungen an diejenigen gezahlt, die ihr Grundstück, einen einzelnen Gegenstand oder ähnliches, nicht "in natura" zurück bekommen.

Neben den ehemals staatlich verwalteten Vermögenswerten, die aufgeboten werden, verwahrt das Bundesamt Reste aus der ehemaligen DDR-Tresorverwaltung und andere Einzelstücke. Auch diese Gegenstände, z.B. Schmuck oder Gemälde sind aufgelistet, um deren Eigentümer ausfindig zu machen.

Die Liste wird ab dem 30.12. 1999 ins Internet eingestellt (unter www.barov.bund.de), kann aber auch kostenlos beim Bundesamt angefordert werden unter der Telefondurchwahl (030) 223 10 – 124 schriftlich, per Fax oder per E-Mail

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