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Hupertz - 03.09.2001
Schweigen ist die grausamste Lüge! 3

 

Am 1. Mai 1945 Einmarsch der Russen. Die allgemeinen Vergewaltigungen unter Bedrohung mit der Waffe sind ja zur genüge bekannt.

Am 12. Juni wurde ich verhaftet und als Kapitalist in das Internierungslager Neu-Brandenburg eingeliefert. Am 4. Januar 1947 wurde ich nach Sibirien (Stalinsk) verschleppt. Am 28. 11. 1948 wurde ich als Dystrophiker in die Heimat entlassen.

Die Enteignung wurde mir im Internierungslager Neu-Brandenburg durch Neueingelieferte gerüchteweise bekannt.
Meine Frau erhielt am 10. 11. 1945 die Nachricht, dass sie am nächsten Tage das Gut zu verlassen hätte.
Mit 7 Kindern ergriff meine Frau die Flucht.
J.K.
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Mein Vater wurde beim Einzug der Russen von diesen auf dem Gutshof erschossen, meine Mutter mit Keulenschlägen niedergeschlagen.

Mein Schwager wurde in Stralsund noch 1947 von den Russen zu Tode gequält

Die in der Heimat geblieben sind, erlitten zum Teil dasselbe Schicksal.

Die Enteignung wurde mir zunächst überhaupt nicht mitgeteilt, sondern erst später schriftlich auf Anfrage beim Landratsamt.
N.O.

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