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Hupertz - 19.01.2005
Wiedervereinigungskriminalität

Hier wäre auch ein kleines Beispiel aus eigenem Betreff:
Antragstellung auf Vermögensrückgabe (Unternehmensrückgabe) im Rahmen der amtlichen Vorgabe.
Entsprechendes Aktenzeichen durch den zuständigen Landrat erhalten.
Ein halbes Jahr später nach Erhalt des Aktenzeichens wird die beantragte Unternehmensrückgabe verkauft. Ist mir bis heute nicht offiziell mitgeteilt worden. Aber man kümmert sich ja, weil Investierinteresse vorlag.
Dem Notar des Verkaufsvorganges, des bis dahin tätigen Rechtsträgers der beantragten Unternehmensrückgabe und dem jetzt anstehen Käufer, teilte der gleiche Landrat der mir vor einem halben Jahr den Rückgabeantrag bestätigte, es läge kein Rückgabeantrag vor. Die entsprechende Anfrage zu diesem Vorgang an Herrn Landrat ist bis heute unbeantwortet.
Bei der Grundbucheinsicht ist mir das Aktenzeichen der Treuhand bekannt geworden, weil es auf die Präsidentin der Treuhand, Frau Breul hinweist, habe ich nach dem Inhalt des Aktenzeichen angefragt. Das ist nur eine Standartnummer als sogenanntes Aktenzeichen, so die Auskunft. Und bis vor zwei Jahren war dem inzwischen Treuhandnachfolger BvS nicht bekannt, dass es unser enteignetes Unternehmen gab - (obwohl VEB-Betrieb mit DDR-Handelsregistereintrag).
Informationen behördlicherseits erfolgten nie, und das Wort Prioritätenkatalog kann ich nicht mehr hören.
Also blieben mir nur die öffentlichen Aushänge der Gemeinde zu der ich mit meiner Antragstellung gehöre. Die Gemeinderats-Versammlungspunkte, zu denen ich gehörte, waren aber leider immer nicht öffentlich. Zwar habe ich inzwischen aus den Protokollen dazu ersehen, dass die Gemeinde, weil sie es damals nicht besser wusste, Rechtsträger des Unternehmens war. Inzwischen gibt sie es auch zu: irrtümlich gewesen zu sein. (Als sie mich bekämpfte, auch meiner Bank mitteilte, im Zusammenhang einer Investition, das bekommt der nie wieder.)
Trotzdem meint die BvS, wegen der noch nicht veräußerten Grundstücksteile des Unternehmens sollte ich der Gemeinde ein Kaufangebot machen.

Natürlich weiß ich heute, wir sind ein Nazi-Unternehmen gewesen, das wird ja nun lange genug getrommelt und Deutschland BRD freut sich darüber.
Für mich ist die ganze mir vorgesetzte Ämtertätigkeit nur eine Show, man will mir einen Rechtsstaat erklären.
Das Reich war dagegen Ehrlich, es bescheinigte mit Repressalien meiner Familie schriftlich, dass die Beschäftigten unserer Firma nicht mit uns zusammen arbeiten wollten, weil sie sich gegen die totale Kriegsführung stellten. So im Archiv des MfS dokumentiert. Wir mussten die Repressalien schlucken, und auf dem freien Weltmarkt konnten sie damals eben keine Rohstoffe zur Verarbeitung kaufen und Waren verkaufen.
Dieser Staat lügt aber, wenn er sagt meine Familie wären schlimme Nazis, die Behauptung der Ostzone sich aneignet. - Und das ausnutzt!
So und nun ärger ich mich richtig!
Auch weil die BvS immer noch nichts von meinem Antragsaktenzeichen weiß, sagt das Büro des Präsidenten.

 

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