Dass ausgerechnet Preußen und
das konservative, bodenständige Junkertum in der
Propaganda der Alliierten Siegermächte in dieser
Weise abgestempelt wurde, gehört zu den vielen
absurden Treppenwitzen der Geschichte..
Offenbar hatte man bei der Schaffung dieses Feindbildes
nicht bedacht, dass der Aggressor Hitler wahrhaftig
alles andere war als ein preußischer Junker.
Es ist eine unwiderlegte Tatsache, dass es keine andere
Schicht in Deutschland gab, die in so scharfer Opposition
zu Hitler stand wie die ostelbischen Junker.
Die endlose Namensliste nach dem fehlgeschlagenen Umsturzversuch
des 20. Juli 1944 vom Hitlerregime ermordeten liest
sich wie eine Aufzählung bekannter preußischer
und deutscher Adelsfamilien.
Sie haben zusammen mit Deutschen aller Schichten mit
dazu beigetragen, die Ehre des deutschen Namens, der
durch die Schandtaten des Naziregimes besudelt worden
war, wieder reinzuwaschen.
Der britische Staatsmann Winston Churchill hat im Jahr
1946 diesen Menschen vor dem Unterhaus den folgenden
ehrenden Nachruf gewidmet:
"In Deutschland lebte eine Opposition, die Quantitativ
durch ihre Opfer und durch eine entnervende internationale
Politik (Casablanca) immer schwächer wurde, aber
zu den Edelsten und Größten gehört,
was in der politischen Geschichte aller Völker
bisher hervorgebracht wurde.
Diese Männer kämpften ohne Hilfe von innen
oder außen - einzig getrieben von der Unruhe ihres
Gewissens ...... Ihre Taten und Opfer sind das Fundament
eines neuen Aufbaues. Wir hoffen auf die Zeit, in der
das heroische Kapitel der inneren deutschen Geschichte
seine gerechte Würdigung finden wird."
"" Nachzulesen: Eberhard Zeller, Geist der
Freiheit - Der 20. Juli, Gotthold Müller Verlag
München 1963, S. 487.