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Doch nur Wende statt Wandel?
Das Tempo, mit dem Frau Lengsfeld, einst hochgelobte Bürgerrechtlerin, ihre Mei-nung wendet, ist mehr als nur verblüffend.
Herrn Schabowsky gab sie seinerzeit im Erfurter Rathaus keine Chance, obwohl er sich öffentlich zu seiner persönlichen Schuld bekannte. Frau Zimmer, Mitglied des Thüringer Landtages, zeichnete sie mal kurzerhand in der ZDF-Sendung "Dreh-scheibe" (3. Febr. 99) für die Folgen der täterfreundlichen und opferfeindlichen Re-gierungspolitik verantwortlich.
Und die Krönung, während sich die DDR-Verfolgten weiterhin in kostspieligen Klimm-zügen am Rechtsstaat ertüchtigen dürfen, sorgt sich Frau Lengsfeld, man höre und staune, um die Begnadigung derer, die sie gerade noch auf ärgste bekämpfte!
Ach ja, fast hätte ich es vergessen! Auch die CDU will sich ja nunmehr inhaltlich mit der PDS auseinandersetzen und dieser Wende kann sich wohl auch eine Frau Lengsfeld nicht verschließen, will sie nicht selbst zur Märtyrerin werden.
Was lernt der geneigte Leser daraus? Meinungen; Überzeugungen sind gerade in der Politlandschaft sehr wechselhaft und unberechenbar. Denn schließlich muss ein "guter" Politiker trendbewusst sein, will er nicht riskieren, den aufrechten Gang fern-ab vom Parteiengefolge proben zu müssen.
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