Archiv

Dr. Harald Mehner

Dr. agr. Harald Mehner
2703 Marvin Drive
Carson City, Nevada 89703 USA
Tel. (775) 885-2406
Fax (775) 885-2417

den 12.April 2001

Daher beantrage ich hiermit, dass Sie die Mitglieder der IOB auf der kommenden ordentlichen Jahresversammlung am 20. April 2001 unter dem Punkt "Verschiedenes"
über folgende Themen aufgrund meiner beiden obigen Schreiben sowie aufgrund des beiliegenden Briefes an den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (ohne
Anlagen) informieren:

1) Die Behandlung der Resolution 562 des Repräsentantenhauses der USA vom 13. Oktober 1998 durch die Bundesregierung

2) Die Notwendigkeit von Petitionen, Sammelpetitionen eingeschlossen, an den
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit Beschwerden über das Urteil des BVG vom 22.November 2000 sollte nochmals betont werden.

In einem Schreiben dieses Ausschusses vom 1.Juli 1999 zu Petitionen mit den
Az. 2-12-08-628-19426 und 2-13-08-644-061877 wurde mir mitgeteilt, dass seit geraumer Zeit mehrere Beschwerden gegen die Regelung des EALG vorliegen.
Man wolle jedoch erst das obige Urteil des BVG abwarten, da seine Argumente in die Entscheidung des Petitionssausschusses einfließen sollten (s. beiliegende Anlage).

3) Die Paralellen zwischen der "Arisierung" juedischen Vermögens in der NS-Diktatur und der Behandlung der SED/SBZB-Opfer von Mai 1945 bis Oktober 1949 nach 1990 sollte anhand dokumentarischer Zahlen, wie in meinem Fall, insbesondere den Bundestagsabgeordneten zur Kenntnis gebracht werden, da letztere, wofür ich schriftliche Beweise habe, auf diese Anklagen, auch im Hinblick auf ihre Resonanz im Ausland, noch am ehesten Wirkung zeigen.

4) Die Erstellung einer Dokumentation über das Verhältnis von Einnahmen von
Staat und Kommunen aus dem von Mai 1945 bis Oktober 1949 konfiszierten Vermögens zu den voraussichtlichen Entschädigungszahlungen ab 2004 an die Opfer.


Für eine solche Dokumentation werden sich auch einschlägige Institutionen in der USA interessieren. Dazu gehören u.a.die "Helsinki-Kommission" des Kongresses der USA, mit dessen "Director of Communication" Ben Anderson,
ich in brieflicher Verbindung stehe, sowie "The Institute for German-American
Relations (IGAR)" in Pittsburgh, in dem ich Mitglied geworden bin.

Dieses Institut hat Ende vergangenen Jahres eine dreitägige Konferenz mit 48 Referenten über das Thema "Ethnische Säuberung in Europa im 20. Jahrhundert" durchgeführt, deren Schwerpunkt die Vertreibung nach 1945 in den südost-europäischen Ländern gewesen ist.

Ich habe der Institutsleitung des "IGAR" vorgeschlagen, eine ähnliche Konferenz mit dem Thema "Politische Verfolgung von "Klassenfeinden" in der sowjetischen
Besatzungszone Deutschlands von Mai 1945 bis Oktober 1949" durchzuführen.


(Da wir der Auffassung sind, daß das Anliegen von Herrn Dr. agr. Harald Mehner einer größeren Öffentlichkeit bekannt werden muß, lesen Sie hier dessen Brief,
mit der Bitte um Weiterverbreitung.)

Danke
T.I.P.

Zur Hauptseite   Inhaltsverzeichnis