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// A N R E // Arbeitsgruppe Niedersachsen für Recht und Eigentum!!
Kontaktadresse: Horst Nilges, Am Knickgraben 6, 37534 Badenhausen Tel.
u. Fax 05522 / 81899
Auf Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz verzichtet!
Gustav Pommerehne (geb. 25.07.1931, wohnhaft Sölg 8, 38704 Liebenburg,
Tel. 05346 4370) hat nach seinem Abitur am Ratsgymnasium in Goslar im
Jahr 1950 seine Ausbildung zum Landwirt begonnen. 1959 absolvierte er
die Meisterprüfung. Gemeinsam mit seiner 1960 geheirateten Ehefrau
Sabine, geb. Wulff-Ullner, hat er seine 4 Kinder großgezogen.
Von 1969 bis zur Übergabe seines Hofes an seinen ältesten
Sohn war er als selbständiger Landwirt in Othfresen tätig.
Während seiner Berufszeit hat er auf seinem Hof 60 Lehrlinge ausgebildet.
Von 1965 bis 1995 war er Mitglied im Prüfungskomitee für Auszubildende.
Er
war nicht nur viele Jahre für die CDU in der er ca. 30 Jahre
lang Mitglied gewesen ist als Mandatsträger im Gemeinderat
Liebenburg und im Kreistag Goslar tätig, sondern er hat auch viele
weitere Aufgaben und Ämter wahrgenommen. So war er z.B. von 1971
bis 1991 im Vorstand der Nordharzer Zucker AG und von 1991 bis 1996
als deren Aufsichtsratvorsitzender tätig. Von 1992 bis 1996 saß
er im Aufsichtsrat des Zuckerverbundes Nord, nachdem er von 1990 bis
1992 dort als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Beirates tätig
gewesen ist. Von 1966 bis 1989 bekleidete er den Vorstandsposten der
Landberatung Innerstetal und von 1970 bis 1978 war er im
Vorstand der ev. Kirche Othfresen tätig. Von 1965 bis 2001 war
er im Vorstand des Unterhaltungsverbandes Obere Innerste.
Zehn Jahre war er als ehrenamtlicher Landwirtschaftsrichter am Amtsgericht
in Goslar tätig. Von 1978 bis 1999 war er stellvertreten-der Vorsitzender
der Feldmarkgemeinde. Seit 1961 ist er darüber hinaus Vorsitzender
des Wasser-, und Bodenverbandes Othfresen.
Ein verantwortungs- und pflichtbewußter Mann. Ein Man der Tat.
Gustav Pommerehne hat in seinem Leben und den vielen Ämtern Höhen
und Tiefen, aber
auch Enttäuschungen erlebt und durchlebt. Die Zeit seiner größten
Enttäuschungen jedoch erlebt er seit der deutschen Wiedervereinigung.
So mußte er was er sich trotz seiner Lebens-erfahrung nicht
hat vorstellen können die bittere Erfahrung machen, mit
welcher Ungerechtig-keit durch die Politik und hier insbesondere
durch die seiner ehemalige Partei, der CDU unser Rechtsstaat
mit den Opfern willkürlicher Enteignungen in der ehemaligen
SBZ verfährt. Aus diesen bitteren Erfahrungen heraus gründete
er mit einigen anderen Opfern dieses Unrechts 1998 die Arbeitsgruppe
Niedersachsen für Recht und Eigentum ANRE. Als Berufsruhe-ständler,
der weiß Gott seinen Ruhestand verdient hätte, engagiert
er sich seit Jahren für Recht und Gerechtigkeit. Beinahe 70-jährig
hat er an Demonstrationen teilgenommen und sich an der Verteilung von
Informationsmaterial bei Parteitagen und anderen Gelegenheiten beteiligt.
Mit mehr als 57 000 Briefen hat sich seine Arbeitsgruppe an Politik,
Justiz und Medien gewandt. Hierbei wiederum mußte er erfahren,
mit welcher Arroganz und Ignoranz man von Politikern gerade seiner
ehemaligen eigenen Partei als Bürger mit einem berechtigten,
aber politisch nicht opportunen Thema behandelt wird, und mit welcher
Hartnäckigkeit man sich in der Politik und der Gesellschaft der
Gerechtigkeit verweigert. Diese bitteren Erfahrungen veranlaßten
ihn auf die am 11.11.2003 telefonisch von der Gemeindeverwaltung Liebenburg
angekündigte Auszeich-nung mit dem Bundesverdienstkreuz zu verzichten.
Ein Mann mit Zivilcourage.
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