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Beispiele Betroffener - Horst-Wemer Nilges 28.08.2001
Leserbrief: Die CDU ist von der Wahrheit weit entfernt.

Zu: „Die Täter vergessen?“ Welt vom 23. August
Veröffentlicht am 28. August 2001 in „Die Welt“


1. Die Täter: Kohl, Kinkel, Schäuble, Herzog u.a. sind nicht vergessen. Sie haben
verfassungsmäßig garantierte Grundrechte der von SBZ/DDR – Enteignungen betroffenen
Bevölkerungsgruppe um den politischen Machterhalt verraten.
Was unterscheidet diese Täter von denen des SED – Systems?

2. Die CDU hat jede Berechtigung verloren, andere zur Wahrheitsbekenntnis aufzufordern,
solange sie sich vor Ihrer Verantwortung gegenüber den Enteignungsopfern drückt.

3. Die CDU hat selbst genug damit zu tun, das von ihr zu verantwortende Unrecht – die
Behandlung der SBZ/DDR – Enteignungsopfer während und nach der Wiedervereinigung –
aufzuarbeiten.

4. Nicht Herr Kohl oder die CDU (auch wenn dieses gerne so verkauft wird) haben sich um
die Wiedervereinigung verdient gemacht, die Menschen in der ehemaligen DDR waren es.
Herr Kohl hatte lediglich das Glück zum richtigen Zeitpunkt Kanzler zu sein und somit die
Chance, seinen verfassungsmäßigen Auftrag zur Wiedervereinigung zu erfüllen.

5. Was den ehrlichen Umgang mit der Vergangenheit anbetrifft, so hat die CDU selbst
genügend Nachholbedarf. Von der Fähigkeit zur Wahrheit ist diese Partei noch weit
entfernt.

6. Gerade die CDU mit ihrem Anspruch eine “grundwerteorientierte Partei“ zu sein,
ist es doch, die Grundwerte verraten hat, noch immer verrät und Betrüger beheimatet.

7. Der Beliebigkeit und der machtpolitischen Kaltschnäutzigkeit von Altkanzler Kohl und
Teilen der CDU/CSU/FDP- Koalition ist das Eigentum der SBZ/DDR – Enteigneten zum
Opfer gefallen.

 

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