
Gebundene Ausgabe - 598 Seiten (1999)
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Der Kampf gegen den »Klassenfeind« im Westen wurde vom MfS von Anfang
an als »Hauptaufgabe« betrachtet. Beteiligt war nicht nur die jahrzehntelang
von Markus Wolf geleitete Hauptverwaltung A (HVA) mit ihren zuletzt
knapp 4.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, sondern fast das gesamte Ministerium.
Ob Postkontrolle, Telefonkontrolle, Grenzaufklärung oder Bekämpfung
der inneren Opposition – »innere« und »äußere« Arbeit waren im MfS untrennbar
miteinander verwoben. Das vorliegende Buch stellt die ergänzte und überarbeitete
Fassung eines Berichtes dar, den der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
auf Bitten des Deutschen Bundestages zur »West-Arbeit« der Staatssicherheit
für die Enquete-Kommission erstellt hat. Es analysiert die Bedeutung,
die die »West-Arbeit« für das MfS gehabt hat, und beschreibt, wie sich
Zielrichtungen und Vorgehensweise im Verlauf von vier Jahrzehnten entwickelt
haben. Neben der Hauptverwaltung A wird der Beitrag der anderen Diensteinheiten
des MfS analysiert und deutlich gemacht, wie die DDR-Staatssicherheit
gegen Parteien und Organisationen, Unternehmen und staatliche Einrichtungen,
Journalisten und SED-Kritiker, Fluchthelfer und Geheimdienstmitarbeiter
im Westen verdeckt vorging.
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