|
Taschenbuch
- 221 Seiten (2000)
|
Es fing alles ganz harmlos an. In
Augsburg ermittelte 1995 der Staatsanwalt Jörg Hillinger routinemäßig
gegen einen Kleinunternehmer aus Kaufering wegen Steuerhinterziehung.
Was dabei jedoch zum Vorschein kam, waren dunkle Waffendeals und Schmiergeldzahlungen
an hohe Politiker von CDU und CSU. Als Hillinger daranging, die Immunität
von Abgeordneten aufheben und Funktionärsvillen durchsuchen zu lassen,
versuchten ihn die Vorgesetzten im Bayerischen Justizministerium zurückzupfeifen.
Doch demenergischen Staatsanwalt gelang es gegen alle Widerstände, mit
Finten und Finessen seine Ermittlungen voranzutreiben - bis zu seinem
plötzlichen Tod im Frühjahr 1996. Bis heute ist ungeklärt, ob es sich
um einen Verkehrsunfall, Mord oder Selbstmord handelte. Sein junger Mitarbeiter
Winfried Maier fühlt sich verpflichtet, den Fall zu Ende zu bringen und
Hillingers Vermächtnis zu erfüllen. Doch ihm stellt sich ein scheinbar
übermächtiger Gegner in den Weg:
Staatskanzleien und Ministerien verweigern ihm den Zugang zu wichtigen Unterlagen, Rechtshilfeersuchen an die Justiz im Ausland verschwinden auf mysteriöse Weise aus einem Flugzeug, Prominente werden vor einer beschlossenen Hausdurchsuchung von Insidern aus der Justiz gewarnt. Er selbst ist ständigen Angriffen ausgesetzt, man entzieht ihm die Zuständigkeit für weitere Ermittlungen. Doch bevor er entnervt aufgibt und als Richter in eine Zivilkammer wechselt, gelingt es ihm noch, Anklage gegen die Beteiligten zu erheben, bis hinauf in die hohe Politik. Der größte Polit-Krimi der deutschen Nachkriegsgeschichte nimmt seinen Lauf. August 1995: Der Leitende Augsburger Oberstaatsanwalt Jörg Hillinger beginnt nach einer Zeugenaussage des Schweizer Treuhänders Giorgio Pelossi gegen den Waffenhändler Karlheinz Schreiber wegen Steuerhinterziehung zu ermitteln.
|