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Aufgaben, Geschichte und Struktur

 

Die Behörde des Bundesbeauftragten (BStU) bewahrt in ihren Archiven die 1990 sichergestellten Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR auf.

 

Dabei handelt es sich um mehr als 111 Kilometer Aktenmaterial und mehr als 1,4 Millionen Fotos. Der BStU stellt sie nach den gesetzlichen Vorschriften des Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) Privatpersonen, Institutionen und der Öffentlichkeit zur Verfügung

Akteneinsicht für Journalisten

Sie wollen für Ihre Recherchen zur politischen und historischen Aufarbeitung oder für die Veröffentlichung Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen? Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) schreibt dieses Recht auf Akteneinsicht durch Forschung und Medien fest.

Stasi-Unterlagen sind u.a.:

  • Akten
  • Filme
  • Fotos
  • Tonbänder

In den §§ 32 – 34 StUG sind die Rechte und Pflichten für die Akteneinsicht durch Forschung und Medien geregelt.

Informationen, wie Sie einen Antrag auf Akteneinsicht und auf Herausgabe von Unterlagen-Kopien stellen, finden Sie unter Zugangsrechte für Forschung und Medien.

 

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·        BStU:   

   Horchen, Gucken, Desinformieren, Quälen in Deutschland:

 

·        Alleinstellungsmerkmale des DDR- MfS?

                                        

An ihren Taten sollten wir Sie messen !

                                         Oder ? 

Die Worte hör ich wohl, leider lässt die Realität ein anderes Bild erkennen !

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Auszug aus dem Internetauftritt von  Roland Jahn (BStU),  6.12.2018

 

"Ein Hallo meinen Freunden aus Jena! Ihr habt schon in den 70er Jahren der Stasi die Stirn gezeigt"

 

"Für mich schließt sich heute ein Kreis in meiner Biographie".

 

Ich möchte mich deshalb bei den Abgeordneten des Deutschen Bundestages bedanken, dass ich jetzt in einer neuen besonders verantwortungsvollen Funktion mithelfen darf bei der Aufklärung. Dass ein ehemaliger politischer Häftling im Jahr 2011 zum Bundesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen gewählt wurde, ist ein deutliches Signal gegen das Vergessen. Es ist klares Zeichen für die weitere Aufarbeitung der Diktatur in der DDR.

Wir haben schreckliche Dinge erlebt und wir erfahren immer neue, schreckliche Dinge aus den Akten. Trotz alle dem, mir ist es wichtig, nicht zu verbittern. Schon im Gefängnis hatte ich immer das Lied "Ermutigung" von Wolf Biermann im Kopf. In der Zelle habe ich es gesungen: "Du lass dich nicht verbittern, in dieser bitteren Zeit." Dies ist mein Motto geblieben. Es ist wichtig, dass wir das Lachen nicht verlernen.

 

"Einige von uns können nicht mehr lachen"

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·        "Jeder ehemalige Stasi-Mitarbeiter, der in der Behörde angestellt ist,   ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer"

 

Die Beschäftigung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der Behörde für die Stasi-Unterlagen ist unerträglich. Jeder ehemalige Stasi-Mitarbeiter, der in der Behörde angestellt ist, ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Die SED- und MfS-Opfer sehen die öffentliche Akzeptanz der für sie so wichtigen Behörde in Frage gestellt, teilte die Union der Opferverbände kürzlich der Presse mit. Die Beschäftigung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in der Behörde beschädigt die Glaubwürdigkeit der Aufarbeitung der Tätigkeit der Staatssicherheit. Glaubwürdigkeit - das ist die Grundlage für die Arbeit und für die Existenz dieser Behörde.  

 

Das Problem ist jetzt von besonderer Bedeutung, denn die Novellierung des Stasi-Unterlagengesetzes durch den Deutschen Bundestag ist in Arbeit. Mit der geplanten Erweiterung der Überprüfung von Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes, ob diese für die Stasi gearbeitet haben, sollen weitere Aufgaben auf die Behörde zukommen.

Ich persönlich finde, die weitere Überprüfung von Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst ist auch für die Zukunft wichtig, wichtig für die politische Hygiene in diesem Land.

 

Es darf nicht sein, dass diejenigen, die mehr als zwanzig Jahre ihre Mitarbeit für das Ministerium für Staatssicherheit verschwiegen haben, weiter Karriere machen. Das Lügen darf nicht belohnt werden. Ich stehe mit meiner Person auch für eine differenzierte Bewertung von DDR-Biographien, doch dazu müssen die Karten auf den Tisch. Noch immer bekennen sich die Täter der Diktatur unzureichend zu ihrer Verantwortung. Noch immer leugnen sie ihr menschenrechtswidriges Handeln. Noch immer verklären sie die Verhältnisse in der DDR.

 

Umso wichtiger ist, dass wir die Akten der Staatssicherheit, die Akten, die aufzeigen, wie die Machtinstrumente der Diktatur wirkten, in einem gut funktionierenden Archiv für immer zur Verfügung haben.

 

"Auch in Zukunft sollen Täter beim Namen genannt und ihr Wirken offengelegt werden"

 

Der Zugang zu den Akten der Staatssicherheit darf nicht verschlossen werden. Die Auseinandersetzung mit der Diktatur in der DDR muss weitergehen! Das heißt für mich für die zukünftige Arbeit: Die persönliche Akteneinsicht, die den Opfern hilft, Genugtuung zu erlangen, ist eine Selbstverständlichkeit. Und auch in Zukunft sollen Täter beim Namen genannt und ihr Wirken offengelegt werden.

 

Forschung und Bildung, Aufklärung über die Mechanismen der Diktatur kann es nie genug geben. Die Behörde sollte diese, entsprechend ihrer Möglichkeiten, weiter unterstützen .Bei dieser Aufklärung möchte ich in den nächsten Jahren auch einen neuen Schwerpunkt setzen. Das Thema heißt: Anpassung in der Diktatur.

 

Dieses Thema ist auch für die Gegenwart wichtig. Denn: Je besser wir begreifen, wie die Diktatur in der DDR im Alltag funktioniert hat, desto besser können wir, hier und heute, Demokratie gestalten. Anpassen oder Widersprechen, das ist eine Frage, die sich jeder von uns öfters stellt. Eines sollten wir dabei nicht vergessen: Lasst uns die Freiheit nutzen und genießen.

 

Es gilt das gesprochene Wort.

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