Erich Mielke 1907-2000 * Politiker und Geheimdienstchef
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2000   21. Mai: Erich Mielke stirbt im Alter von 92 Jahren in einem Altenpflegeheim in Berlin-Hohenschönhausen. 6. Juni: Mielke wird in einem anonymen Urnengrab auf dem Berliner Zentralfriedhof Firedrichsfelde beigesetzt.  
1998   August: Alle Verfahren gegen Mielke werden aus gesundheitlichen Gründen eingestellt.  
1995   August: Aus gesundheitlichen Gründen wird Mielke vorzeitige aus der Haft auf Bewährung entlassen. Er lebt zurückgezogen in Berlin-Hohenschönhausen.  
1993   26. Oktober: Verurteilung durch das Berliner Landgericht zu sechs Jahren Gefängnis wegen "in Tateinheit begangener zweier vollendeter Morde und eines versuchten Mordes" im Jahre 1931.  
1993   26. Oktober: Verurteilung durch das Berliner Landgericht zu sechs Jahren Gefängnis wegen "in Tateinheit begangener zweier vollendeter Morde und eines versuchten Mordes" im Jahre 1931.  
1992 -1995   Inhaftierung in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit.  
1992   4. Januar: Mielke kommt wieder in die Untersuchungshaftanstalt Moabit. 9. Februar: Prozeßbeginn am Berliner Landgericht wegen der Todesschüsse 1931. 19. Oktober: Haftbefehl wegen 68 Opfern an der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze.  
1991   März: Haftbefehl wegen versuchten Mordes durch Unterstützung von RAF-Terroristen. Mai: Haftbefehl in Zusammenhang mit den Mauerschüssen. November: Haftbefehl wegen der Todesschüsse an den Polizeioffizieren Anlauf und Lenk im Jahre 1931.  
1990 -1992   Inhaftierung in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee.  
1990   9. März: Mielke wird aus gesundheitlichen Gründen aus der Untersuchungshaft entlassen. Juli: Haftbefehl gegen Mielke wegen Errichtung von Isolierlagern und Unterstützung von RAF-Aussteigern in der DDR. Er wird in die Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen eingeliefert. Okotber: Mielke wird zunächst in die Untersuchungshaftanstalt Moabit überstellt. 9. Oktober: Haftbefehl wegen Vertrauensbruch und Untreue.  
1989   7. November: Mielke tritt als Minister für Staatssicherheit zusammen mit der Regierung Stoph zurück. 8. November: Rücktritt zusammen mit dem gesamten Politbüro des SED . 17. November: Aufhebung des Abgeordnetenmandats Mielkes durch die Volkskammer. 3. Dezember: Ausschluß aus dem ZK und der SED. 7. Dezember: Mielke kommt in Untersuchungshaft wegen Schädigung der Volkswirtschaft.  
1987   Veröffentlichung von "Sozialismus und Frieden - Sinn unseres Kampfes. Ausgewählte Reden und Aufsätze".  
1980   Mielke wird zum Armeegeneral ernannt.  
1976 -1989   Mitglied des Politbüros des ZK der SED.  
1964 -1967   Auszeichnung mit dem Titel "Held der Arbeit".  
1960 -1989   Mitglied des "Nationalen Verteidigungsrates" (NVR).  
1958 -1989   Abgeordneter der Volkskammer.  
1957 -1989   Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Turn- und Sport-Bundes (DTSB) der DDR und Mitglied des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport der DDR.  
1957-1989   Minister für Staatssicherheit. Als Leiter des Staatssicherheitsdienstes baut Mielke das Spitzel- und Überwachungssystem, das alle Lebensbereiche der DDR-Bürger durchdringt, weiter aus.  
1957   Auszeichnung mit dem Karl-Marx-Orden.  
1954   Auszeichnung mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold.  
1953 -1989   Erster Vorsitzender der Sportvereinigung "Dynamo Berlin".  
1953 -1957   Als nach den Ereignissen um den 17. Juni 1953 das MfS zeitweilig aufgelöst und seine Aufgaben dem Innenministerium überstellt werden, wird Mielke als Generalleutnant Stellvertreter des Leiters des Staatssekretariats für Staatssicherheit. Nach der Wiedergründung des MfS wird Mielke erneut stellvertretender Minister für Staatssicherheit.  
1950 -1953   Staatssekretär und stellvertretender Minister im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zu dessen Aufbau er entscheidend beigetragen hat.  
1950 -1989   Mitglied des ZK der SED.  
1949 -1950      
1948   Heirat mit Gertrud Müller.  
1947   7. Februar: Das Amtsgerichts Berlin-Mitte erläßt Haftbefehl gegen Mielke wegen Doppelmordes an den Polizisten Anlauf und Lenk im Jahre 1931. August: Übernahme der politischen Verantwortung für die Entnazifizierung in der SBZ.  
1946 -1949   Vizepräsident der "Deutschen Verwaltung des Inneren" (DVdI).  
1945 -1946   Abteilungsleiter Polizei und Justiz beim Zentralkomitee (ZK) der KPD.  
1945   Juni: Mielke kehrt nach Kriegsende zurück nach Berlin. Er wird Mitglied der KPD und nach deren Zusammenschluß mit der SPD 1946 der SED. Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Lichtenberg.  
1944   Tätigkeit bei der NS-Organisation Todt.  
1939 -1945   Tätigkeit für die Kommunistische Partei in Belgien und Frankreich.  
1936 -1939   Mitglied der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg.  
1935 -1936   Lektor für militärpolitische Fragen an der Lenin-Schule in Moskau.  
1934   Mielke wird in Deutschland in Abwesenheit zum Tode verurteilt.  
1932 -1935   Mielke besucht die Lenin-Schule in Moskau. Er wird zum militärpolitischen Lektor der Schule ausgebildet.  
1931   9. August: Als bei einer Demonstration auf dem Berliner Bülowplatz die Polizeihauptleute Lenk und Anlauf hinterrücks erschossen werden, wird Mielke als Bereitschaftsführer des Parteiselbstschutzes und mutmaßlicher Schütze des Mordes angeklagt. Er flieht in die Sowjetunion.  
1928 -1931   Mielke arbeitet als Lokalreporter des KPD-Organs "Rote Fahne" und ist Mitglied des "Parteiselbstschutzes".  
1927-1931   Tätigkeit als Expeditionsgehilfe.  
1925   Eintritt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD).  
1924 -1927   Ausbildung und Tätigkeit als Speditionskaufmann in Berlin.  
1921   Eintritt in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJV).  
1907   28. Dezember: Erich Fritz Emil Mielke wird in Berlin-Wedding als zweites von vier Kindern einer Arbeiterfamilie geboren.  
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