Presse
Berliner Morgenpost - Sonntag, 15. August 1999
Vermögensfragen: Nur noch 57 000 Anträge unbearbeitet

BM Brandenburg/H. - In Brandenburg sind die offenen Vermögensfragen weitgehend geklärt. 87 Prozent aller Fälle seien bereits entschieden, sagte der Präsident des Landesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen (Larov), Hartmut Pelz. Damit seien noch rund 57 000 Anträge unerledigt. Die endgültige Regelung aller ausstehenden Vermögensgesetzfälle erwarte er bis zum Jahr 2002.
Als besondere Problemfälle des Landesamtes nannte Pelz bebaute Großgrundstücke. Im Brandenburger Braunkohlerevier beschäftige ihn der Restitutionsfall Petschek. Die den jüdischen Brüdern Petschek vor dem Zweiten Weltkrieg gehörenden Ländereien hätten ein Drittel der Braunkohlegebiete im Deutschen Reich ausgemacht. «Wir müssen dort eine Einigung mit dem Antragsteller erzielen», sagte Pelz. Die einzige Lösungsmöglichkeit des Falles sei, eine Entschädigungssumme auszuhandeln.
Dies gelte auch für den bekannten Fall des Sommerfeld-Grundstücks in Kleinmachnow bei Berlin, auf dem sich 850 Parzellen befinden. Auch hier setzt Pelz auf eine Einigung zwischen Antragstellern und Anwohnern. «Die Prüfung eines jeden einzelnen Falles würde das Landesamt noch Jahrzehnte beschäftigen», sagte Pelz. ADN

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