| Presse |
| Die WELT, 04.08.2002 |
| Schäuble: Wir brauchen eine neue ethische Verantwortlichkeit | |
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"Die moralischen Grundlagen müssen als bindend empfunden werden" Schäuble: Wir brauchen eine neue ethische Verantwortlichkeit Kampen/Sylt rgr/hs- Angesichts der Politiker-Affären fordert der
frühere CDU-Bundesvorsitzende Wolfgang Schäuble eine "neue
ethische Verantwortlichkeit in der Politik". Schäuble nannte es traurig, dass man Gesetze brauche, um den Menschen zu erklären, "dass sie aus Flugtickets, die sie nicht einmal selbst bezahlt haben, eigentlich keine Gutschriften für sich persönlich beanspruchen dürfen". Woran es in unserer Gesellschaft mangele, seien Eliten, aber nicht nur Leistungseliten, sondern vor allem auch Verantwortungseliten". Es müsse darüber nachgedacht werden, wie besonders die ethische Verantwortlichkeit gestärkt werden könne. "Was die Politiker betrifft, dürfen wir nicht erwarten, dass diese Heilige oder Asketen sind". Das sollte bei Miles-&More-Affäre nicht vergessen werden, da sonst immer weniger Menschen bereit seien, politsche Verantwortung zu übernehmen. Zur Werte-Diskussion in der Union sagte Schäuble, dass CDU/CSU nicht dem Zeitgeist hinterherliefen: "Wir bleiben dabei, dass eine vernünftige Freiheitsordnung auf einer guten Balance zwischen individueller Freiheit, aber auch Rechten und Verantwortlichkeiten des Einzelnen und auf einer Gemeinschaft beruht, die ihre Anforderungen an den Einzelnen stellt." Grundlegende Werte und Institutionen seien wichtig. Deshalb seien Ehe und Familie für die Union "völlig
singulär und dürfen nicht mit anderen Lebensgemeinswchaften
gleichgesetz werden". Entschieden wies er die Äußerung des Kölner Kardinals
Meisner zurück, die CDU solle das "C" aus ihrem Namen
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