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Zum Leitartikel "Wenn der Euro kommt" (F.A.Z. vom 7. Juni):
Wieder einmal wird die Legende aufgetischt, das Ja Deutschlands zur
europäischen Währungseinheit sei der Preis für die deutsche
Einheit gewesen. Im Unterschied zu der anderen von der Kohl-Regierung
in gleichem Zusammenhang in die We1t gesetzten Lüge, die Nichtrückgabe
des zwischen 1945 und 1949 in der DDR konfiszierten Vermögens sei
eine Bedingung für die Wiedervereinigung gewesen, war diese von
Anfang an als solche zu erkennen. Wenn ein solcher Preis hätte
gezahlt werden müssen, dann denen, die die Einheit hätten
verhindern können: Gorbatschow und Bush und, last not least, den
Ostdeutschen, nicht aber Mitterrand, ein zwar gegen die Wiedervereinigung
intrigierender, aber absolut zu vernachlässigender Statist im Poker
um die
Einheit.
Die Behauptung. "Auch mit der einst so stabilen Mark wäre
Deutschland in den letzten Jahren kaum besser gefahren wird von
den Beschönigern der Euro- Misere zwar gern vorgebracht, wird deswegen
aber nicht überzeugender. So wie sich das Vertrauen in eine Währung
und die dahinterstehende Wirtschaftspolitik sehr langsam aufbaut, so
geht es auch nicht in wenigen Jahren verloren.
Geschrieben von Dr. Helmut Schumacher am 25. Juni 2001
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