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N-TV 10.08.2001

Staatsanwaltschaft ermittelt. Falsches Vermächtnis von Hannelore Kohl

Mehrere prominente Frauen - vor allem Politikerinnen und Ehefrauen von Politikern - haben ein angebliches Vermächtnis von Hannelore Kohl zugeschickt bekommen, in dem schwere Vorwürfe gegen Helmut Kohl erhoben werden. Das berichtet die "Passauer Neue Presse".

Dem Bericht zufolge nahm die Münchener Staatsanwaltschaft bereits die Ermittlungen auf. Kohl habe Anzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung erstattet, zitiert das Blatt Oberstaatsanwalt Manfred Wick.

Weil die meisten Briefe in München aufgegeben worden seien, sei seine Behörde zuständig, so Wick. Zu den Empfängerinnen der Briefe habe der Oberstaatsanwalt keine näheren Angaben gemacht.

Der Zeitung zufolge stehen unter anderem Doris Schröder-Köpf, Christina Rau und Karin Stoiber auf dem Verteiler des Schreibens. Mehrere der dort Aufgeführten hätten jedoch bestritten, den Brief bekommen zu haben.

Hannelore Kohl hatte sich am 5. Juli mit einer Überdosis Tabletten das Leben genommen. Grund sei ihre Verzweiflung über eine unheilbare Lichtallergie gewesen, hatte es in einer Erklärung des Büros von Helmut Kohl geheißen.

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