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| DIE ZEIT 02.05.2001 |
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Was bei Friedrich Bohl privat ist | |
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Dokumente des früheren Kanzleramtsministers aus der Adenauer-Stiftung im Original Von Thomas Kleine-Brockhoff Kanzleramtschef Friedrich Bohl, CDU, hat vor dem Regierungswechsel
1998 eine unbekannte Zahl von Akten aus dem Kanzleramt mitgenommen und
einen ebenso unbekannten Teil davon, jedenfalls mindestens 70 bis 80
Ordner bei der Konrad-Adenauer-Stiftung eingestellt. Zugleich sind im
Kanzleramt nach dem Bericht des amtlichen Vorermittlers Burkhard
Hirsch drei Gigabyte Daten, zwei Drittels des gesamten Bestandes,
durch eine zentrale Löschung verschwunden. Wie zufällig fehlt
zudem der größte Teil jener Akten, die den Verdacht der Bestechlichkeit
und der Vorteilsannahme Kohls und seiner Getreuen erhellen könnte:
Leuna, Fuchs-Panzer, Airbus, Eisenbahner-Wohnungen. Die Büros von
Kanzleramtschef Friedrich Bohl und Bundeskanzler Helmut Kohl wurden
komplett daten- und aktenrein übergeben. -------------------------------------------------------------------------------- Legende Seiten 1 und 2: Holger Pfahls, ehem. Staatssekretär im Verteidigungsministerium, beschwert sich im Bundeskanzleramt über die Ermittlungen gegen ihn. Er steht seither im Verdacht, bei der Abwicklung eines Exports von Fuchs-Panzern nach Saudi- Arabien 3,8 Millionen DM erhalten zu haben. Seiten 3 bis 6: Die Leitung des Kanzleramtes informiert sich über hausinterne Vorgänge zu dem, was später als Schmiergeld-Affäre berühmt werden wird. Sie plant, wie sie in der Öffentlichkeit auf die Vorwürfe reagieren wird. Seiten 7 bis 12: Der Elf-Skandal hat begonnen und das Kanzleramt sucht eine Position dazu. Seiten 13 bis 30: Brigitte Baumeister, CDU-Abgeordnete, zeitweise parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion und Schatzmeisterin der CDU, antichambriert immer wieder bei Friedrich Bohl, Kanzleramtsminister, und Helmut Kohl, Bundeskanzler, um zu erreichen, dass Rüstungsgüter der Firma Thyssen nach Taiwan exportiert werden können obwohl die Bundesrepublik zu diesem Land nicht einmal diplomatische Beziehungen unterhält und Rüstungsexporte in Spannungsgebiete gegen die Rüstungsexportrichtlinien der Bundesrepublik verstoßen. Seite 31: Obwohl die von CDU-Schatzmeisterin und Rüstungskonzern gewünschten Exporte offenkundig gegen die Exportrichtlinien verstoßen, hat Kanzleramtsminister Bohl offenbar ans Außenministerium geschrieben, um prüfen zu lassen, ob es doch eine Chance gibt, Thyssen und Baumeister hilfreich zu sein. Die hier publizierte Antwort des Außenministers Kinkel fasst die offenkundige Rechtslage zusammen. Seiten 32 bis 43: Weitere Rüstungsexportprojekte, überwiegend in Spannungsgebiete, mit denen sich das Kanzleramt beschäftigt, teilweise von Brigitte Baumeister befördert. Seiten 44 und 45: Lobbyismus der CDU-Politikerin Brigitte Baumeister und des PR-Agenten Moritz Hunzinger im Kanzleramt. Die Aktenstücke: Dokument 1 bis 21 (pdf-Datei, 0.8 mb) Dokument 22 bis 45 (pdf-Datei, 1.2 mb) Die Dateien sind groß und lassen sich nicht in jedem Browser einfach per Mausklick öffnen. Es ist ratsam, sie lokal abzuspeichern (unter Windows mit der rechten Maustaste, z.B. "Ziel speichern unter...", "Save link as ...", etc.) . |
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