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Die Ermittlungen im Fall Elf Aquitaine begannen 1994 in Paris, als
Indizien auftauchten, nach denen der Ölkonzern in großem
Stil und weltweit bestochen hat. Ein Verfahren in Genf begann 1997 nach
einer Anzeige des neuen Elf-Managements. Seither wird wegen des Verdachts
der Untreue, des Betruges, der Urkundenfälschung und der Geldwäsche
ermittelt. Die Genfer Staatsanwaltschaft weist seither auf den Verdacht
hin, dass es deutsche "Helfershelfer" gegeben hat. Es handelt
sich nach ihrer Ansicht um diese sechs Personen: Günther Krause
(früher Bundesminister), Manfred Carstens (Exstaatsskretär),
Agnes Hürland (Exstaatssekretärin), Walter Leisler Kiep (früher
Landesminister), Friedrich Bohl (Exkanzleramtschef) und Werner Münch
(Exministerpräsident). Alles ehemals ranghohe Politiker. Ferner
Holger Pfahls (Exstaatssekretär, z.Zt. auf der Flucht). Die Schweizer
Strafverfolger meinen, dem müsse in Deutschland nachgegangen werden.
Trotz mehrfacher Angebote der Rechtshilfe hat sich aber hier kein Staatsanwalt
gefunden, der den Verdacht erhärtet oder zerstreut.
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DIE ZEIT 28/2001
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