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DIE ZEIT 28/2001

Täter, Helfer, Helfershelfer?

Die Ermittlungen im Fall Elf Aquitaine begannen 1994 in Paris, als Indizien auftauchten, nach denen der Ölkonzern in großem Stil und weltweit bestochen hat. Ein Verfahren in Genf begann 1997 nach einer Anzeige des neuen Elf-Managements. Seither wird wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges, der Urkundenfälschung und der Geldwäsche ermittelt. Die Genfer Staatsanwaltschaft weist seither auf den Verdacht hin, dass es deutsche "Helfershelfer" gegeben hat. Es handelt sich nach ihrer Ansicht um diese sechs Personen: Günther Krause (früher Bundesminister), Manfred Carstens (Exstaatsskretär), Agnes Hürland (Exstaatssekretärin), Walter Leisler Kiep (früher Landesminister), Friedrich Bohl (Exkanzleramtschef) und Werner Münch (Exministerpräsident). Alles ehemals ranghohe Politiker. Ferner Holger Pfahls (Exstaatssekretär, z.Zt. auf der Flucht). Die Schweizer Strafverfolger meinen, dem müsse in Deutschland nachgegangen werden. Trotz mehrfacher Angebote der Rechtshilfe hat sich aber hier kein Staatsanwalt gefunden, der den Verdacht erhärtet oder zerstreut.

 

(c) DIE ZEIT 28/2001

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