| Presse |
| Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände e.V. vom 17.04.2002 |
|
Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung verkennt das Potential
der natürlichen Ressourcen und des Eigentums Grund- und Waldbesitzerverbände zum Beschluß einer Nachhaltigkeitsstrategie
im Bundeskabinett
|
|
|
Anläßlich des Beschlusses der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Bundeskabinett kritisierte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Michael Prinz zu Salm-Salm, nochmals die mangelnde Berücksichtigung des Waldes und von Eigentum als Fundament einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in dem Konzept. Forstwirtschaft bedeute von jeher Nachhaltigkeit. Aus der Verpflichtung auf diesen Grundsatz heraus seien in den letzten Jahrhunderten stabile Wälder entstanden. Diese lieferten den universell einsetzbaren Rohstoff und Energieträger Holz. Die Leistungen dieses Materials sind in der Strategie völlig unterrepräsentiert. Gerade in Zeiten der Verknappung fossiler Energieträger ist ein Rückgriff auf das ständig nachwachsende und lokal verfügbare Holz zwingend. Die Forstwirtschaft bietet griffige Alternativen, die es lediglich zu nutzen und zu fördern gilt." Deshalb wiederholte der Präsident die Forderung des 1. Deutschen Waldgipfels nach eigenem Sitz und eigener Stimme im Rat für nachhaltige Entwicklung. "Forstwirtschaft bedeutet aus der Natur und von einer bewährten Wirtschaftsweise zu lernen. Das ist nachhaltig", so der Waldbesitzerpräsident. In seiner Funktion als Vorsitzender der Grundbesitzerverbände
übte Prinz Salm Kritik an dem Indikator Nr. 10, der den wirtschaftlichen
Wohlstand der Bundesrepublik messen soll. "Allein eine Ausrichtung
an dem Bruttoinlandsprodukt je Einwohner kann keinen wirklichen wirtschaftlichen
Wohlstand darstellen. Deutlicher ist die Ausrichtung an der Vermögens-
bzw. Eigentumsbildung der Bürger", so Salm. Denn nach Ansicht
der Arbeitsgemeinschaft schlägt sich wirtschaftlicher Wohlstand
in einer hohen Eigentumsquote z.B. bei Wohneigentum nieder. Hier zeige
sich, dass die Bedeutung des Privateigentums als Ausdruck individueller
Freiheit und Unabhängigkeit, also Wohlstand, verkannt werde.
|
| Hinweis | Bestehende Urheberrechte der Verfasser der Texte und der Gestalter der Seiten bleiben vorbehalten. Der Download von Texten ist ausschließlich zum persönlichen Gebrauch gestattet. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität ist in jedem Fall ausgeschlossen! |
| Zur Hauptseite | Inhaltsverzeichnis |