Staatshehlerei Enteignungen
Presse
www.dbsfs.de und www.liberales-forum.de am 28. Oktober 2003
Verbrecher gehen straffrei aus!

 

Der DBSFS berichtet seit Jahren in seinem "zeitreport" davon und auch das LFD nimmt sich fundiert dieses Themas an, aber die meisten Zeitgenossen verschließen - wie so oft, als (scheinbar) nicht Betroffene - vor dem nachfolgenden Thema Augen und Ohren.

Dabei handelt es sich um den schwerwiegendsten Fall staatlich organisierten Raubes und von oberster Stelle (Kohl höchstpersönlich!) sanktionierter Form von Hehlerei (www.staatshehlerei.com) in der Geschichte der Bundesrepublik - beides kriminelle Delikte und mutmaßlich sogar organisierte Kriminalität und Bandenbildung.
Nehmen Sie sich die Zeit;
Sie lernen Kohl, Schäuble, Herzog, Waigel, Bohl und Konsorten von einer (vielleicht) neuen Seite kennen.

Eine erfolgreich, freud- und sinnvoll genutzte Zeit
Enjoy a successfully used day - carpe diem

H.-W. Graf
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CDU-Ratsfrau entlarvt Kanzler Kohl als Lügner

Wiedervereinigung /Für Constanze Paffrath führte ein schmerzhafter Erkenntnisprozeß zu einer ausgezeichneten Dissertation


Seit dem Artikel in der FAZ über ihre Dissertation steht bei Constanze Paffrath das Telefon nicht mehr still. Mit über 300 Anrufern aus dem ganzen Bundesgebiet hat sie innerhalb einer Woche gesprochen. Sie sind entsetzt, empört, betroffen und fordern die 35jährige auf, weiter zu forschen. „Das wird dem Dicken in Oggersheim nicht passen“, sagte ein anonymer Anrufer der CDU-Stadtverordneten.

Am Politischen Institut an der Uni in Duisburg hat man der mit der Bestnote Promovierten für die eingehende Post ein Fach eingerichtet. Das gab es dort noch nie.
Interesse zeigten auch Welt, Focus und der MDR. Ausgerechnet der linke Aufbau-Verlag aus den neuen Ländern ist an einer Populärversion interessiert.


Was Constanze Paffrath in ihrer 612seitigen Arbeit herausfand und wasserdicht bewies, war so brisant, daß dies der seriösen FAZ ein 220 Zeilen langer Aufmacher im Feuilleton unter dem reißerischen Titel „Das deutsche Watergate“ wert war. In einer zentralen Frage der Wiedervereinigung hatte die Regierung Kohl die Öffentlichkeit, den Bundestag und das Bundesverfassungsgericht bewußt getäuscht.


Es ging um Enteignungen zwischen 1945 und 1949 in der damals „Sowjetisch besetzten Zone“, die von der CDU jahrzehntelang gebetsmühlenartig als schreiendes Unrecht gegeißelt wurde.
Betroffen waren rund zwei Millionen Menschen - nicht nur 'Junker', sondern auch Mittelständler wie der Echinacin-Produzent Madaus, der sein Werk in Radebeul verloren hatte und seit dem Mauerfall für die Rückgabe des völlig maroden Werkes kämpft, um dort zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Jetzt wird ihm sein ehemaliges Eigentum zu einem horrenden Preis offeriert.


„Das deutsche Watergate“


Die Bundesregierung behauptete, die Sowjetunion habe einer Wiedervereinigung nur zustimmen wollen, wenn die damaligen Enteignungen nicht rückgängig gemacht würden. Doch diesen sogenannten Restitutionsausschluß hat Paffrath als Lüge entlarvt. Zweifel daran gab es schon immer, zwei Mal mußte über die Nichtrückgabe das Bundesverfassungsgericht befinden, und im Einigungsvertrag gaben wegen dieser Eigentumsfrage 112 Abgeordnete von Union und FDP ein Sondervotum ab. Auch Paffraths Doktorvater Professor Claus Bärsch interessierte das Problem, und so machte er ihr das Thema schmackhaft. „Wie ein Staatsanwalt in einem Indizienprozeß, in dem der Mörder nicht gesteht, mußte ich alle Beweise akribisch sammeln“, erzählt sie.


Vor dreieinhalb Jahren begann ihre Spurensuche. Es war ein spannender, aber auch ein schmerzlicher Erkenntnisprozeß, denn er endete mit einer tiefen Enttäuschung: Ihr früheres Idol Helmut Kohl hatte „im Interesse des Machterhalts das Recht gebeugt und gelogen“, und die immer wieder bekräftigten Ideale erwiesen sich als bloße Fensterreden. Viele bewundern ihren Mut, als stellvertretende CDU-Kreischefin so etwas zu schreiben, andere sahen darin eine Nestbeschmutzung. „Man muß es sagen“, findet sie, „man darf nicht so verblendet sein und alles durch die Parteibrille sehen und darüber die Menschen vergessen, denen doppelt Unrecht widerfahren ist.“


Sie sichtete unzählige Dokumente in Archiven, wälzte Memoiren, kämpfte sich durch Zeitungsbände und versuchte, mit Zeitzeugen zu sprechen. Kohl und Schäuble lehnten ab, aber sie traf das einstige SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski und Günther Krause, den DDR-Verhandlungsführer bei den Vertragsverhandlungen.
Krause gab zu, die Tragweite der Verhandlungen nicht erkannt zu haben.

Auf Schäubles Drängen - er ist Jurist(!) -
wurde im Vertrag 'Entschädigung' durch 'Ausgleichsleistungen' ersetzt, was finanziell ein gewaltiger Unterschied ist.

Da Paffrath mit viel Akribie und Sorgfalt eine Chronologie der Ereignisse anlegte, stellte sie fest, daß das Ziel der Nichtrückgabe für die Bundesregierung schon im März 1990 feststand, der 'Zwei-Plus-Vier-Vertrag' mit den Sowjets aber erst im Juni ausgehandelt worden war. Das blieb nicht der einzige Beweis.


Das Motiv der Lüge bleibt vage. Kohl hoffte wohl, durch den Verkauf des enteigneten Besitzes über die Treuhandanstalt die Einheit zu finanzieren. Doch ging er von falschen Werten aus. Die Dissertation hat juristische Relevanz. Derzeit werden Klagen für den Europäischen Gerichtshof wegen Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes vorbereitet, damit die Enteigneten zumindest den Verkehrswert ihres einstigen Besitzes erhalten. (sit)

Schäuble war der Unrecht-Ideengeber

Der Artikel über diese noch nicht veröffentlichte Doktorarbeit enthält nichts über den Hauptverursacher dieses Skandals. Sein Name ist Schäuble, der jetzt so gerne Bundespräsident werden will. Er war der maßgebliche Ideengeber. Das geht aus seinen eigenen und Aussagen Dritter hervor. Keiner hat dem je widersprochen. Herausgegriffen sei ein Auszug aus einer von der Bundesregierung selbst freigegebenen Dokumentation. Quelle: Dokumente zur Deutschlandpolitik – Deutsche Einheit; Sonderedition aus den Akten des Bundeskanzleramtes, 1989/90, München, 1998, sowie Vorgänger-Dokumentation, Band 1 und 2, München 1996.


Darin steht: „Schäuble steht auf dem Standpunkt, die Bundesrepublik solle kein Interesse zeigen, entstandene Eigentumsverhältnisse in der DDR wieder rückgängig zu machen und das noch obendrein als eine Bedingung für die Wiedervereinigung fordern. Der Versuch, die Standhaftigkeit Gorbatschows in dieser Frage zu testen, wird nicht unternommen. Die Bundesregierung sieht es auch nicht als notwendig an, diese Frage zum Gegenstand direkter Verhandlungen zwischen dem Bundeskanzler und Generalsekretär Gorbatschow zu machen.“


Das sagt alles über ihn, den Juristen, dem früheren Mitarbeiter eines Finanzamts, den Fast-Kanzler. Er roch den Braten des enteigneten Privateigentums zuerst. Saß er nur da und tat nichts, wurde er ihm und seinen Nebenmännern unentgeltlich aufgetischt. Aber etwas meinte er doch tun zu wollen: Er wollte nachhelfen, indem er – Schäuble! – die Nichtrückgängig-machung der „Eigentumsverhältnisse in der DDR“ – obendrein! – „als eine Bedingung für die Wiedervereinigung forderte.“

Die moralische Qualität einer solchen Forderung erinnert natürlich sofort an Kriminalgeschichten, bei denen Erbschaften gezielt "nachgeholfen" wird. Hier schien die Erbschaft zunächst gewaltig – am Ende war sie das nicht. Gewaltig ist heute nur der Schaden für unser Land; für Menschen und ihre Identitäten; für die Autorität der Staatsorgane und die wirtschaftlichen Verhältnisse in den neuen Bundesländern. Ein Desaster ist dies für die Glaubwürdigkeit unserer Judikative, die bis heute gebetsmühlenhaft die Forderung Schäubles mit einer vorgeschobenen der Sowjetunion überprägt. Schließlich zahlt der Steuerzahler für die Forderung Schäubles ununterbrochen und noch viele Jahre. Nicht nur moralisch, sondern auch kommerziell lag der Mann völlig daneben.

Schellendorf


Welche Rolle spielte Herzog?


Zu diesem hervorragenden Artikel, der die listenreichen Handlungen der Regierung Kohl in der Enteignungsfrage schonungslos aufdeckt, sollte ergänzend noch auf die fragwürdige Rolle des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) und Roman Herzog persönlich, damals dessen Präsident und zugleich Vorsitzender des 1. Senates, hingewiesen werden. Herzog hätte in diesem Verfahren wegen Befangenheit gar nicht entscheiden dürfen. Hat er doch 9 Monate zuvor bei einem Besuch in Ostberlin die Volkskammerabgeordneten beraten, wie sie sich bei einer eventuellen Anhörung vor dem BVerfG zu verhalten haben. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen die deutsche Rechtsordnung!


Zu denken gibt auch, daß Herzog dieses Verfahren in nur 4 Monaten durchgepeitscht hat, wo sich doch sonst derartige Verfahren über Jahre hinziehen. Damit sollte bewußt den Beschwerdeführern die Möglichkeit genommen werden, sich ausreichend Gehör vor Gericht zu verschaffen.


Am 23. April 1991 verkündete Herzog das Urteil des BVerfG, das so genannte 'Bodenreformurteil', mit dem die Alteigentümer endgültig enteignet wurden - diesmal durch den "Rechtsstaat" Bundesrepublik.

Mit diesem Urteil hat das Gericht so offensichtlich und so gravierend gegen garantierte Grundrechte der Enteigneten verstoßen - unter totaler Nichtbeachtung von internationalem Recht und der Argumente der Beschwerdeführer -, daß man den schlimmen Verdacht haben kann, Helmut Kohl habe mit seinem Parteifreund Roman Herzog einen hoch brisanten 'Handel' vereinbart: Ein Gefälligkeitsurteil, mit dem die Nichtrückgabe der in Staatsbesitz befindlichen Vermögenswerte rechtlich abgesichert wird - gegen das Amt des Bundespräsidenten!


Bei all den Machenschaften von Kohl, die nach dem Regierungswechsel von 1998 ans Licht gekommen sind, kann man einen so schlimmen Verdacht auch nicht ausschließen. Durch dieses Urteil wird kommunistischer Willkür zu deutschem Recht verholfen. Man kann fast nicht glauben, daß so etwas in einem Rechtsstaat passiert, ohne daß sich die Verantwortlichen dafür rechtfertigen müssen.


Hätte nicht die Regierung Kohl die früheren Eigentümer - das war der gesamte Mittelstand - per Gesetz daran gehindert, in ihre frühere Heimat zurückzukehren, dort zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen, wäre es tatsächlich zu den blühenden Landschaften gekommen, die Kohl im Dezember 1990 in Aussicht gestellt hatte. Unsere heutige Wirtschaftsmisere, die hohe Arbeitslosigkeit im Osten und die hohe Staatsverschuldung ist auch auf die völlig verfehlte Eigentumspolitik zurückzuführen, durch die unserem Land Schäden in Höhe von vielen 100 Milliarden Euro entstanden sind.


Obwohl die Wahrheit und die Fehler in diesem Polit-Skandal längst bekannt sind, haben sich die verantwortlichen Politiker - auch die Schröder-Regierung - nicht zu einer Kurskorrektur durchringen können. Dabei haben sie bei ihrer Vereidigung geschworen, „Schaden von unserem Land abzuwenden“!

So stehen wir heute, 13 Jahre nach der "Wiedervereinigung" vor einem Scherbenhaufen deutscher Vereinigungspolitik.


f.d.R. Günter Kleindienst, Journalist (DJV), 31275 Lehrte

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