| Presse |
| MDR vom 16.04.2003 |
| Regierung gesteht Scheitern bei Opferentschädigung ein | |
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Opfer von Enteignungen während Sowjet-Besatzung müssen noch Jahrzehnte warten |
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Opfer der Enteignung während der sowjetischen Besatzungszeit werden
noch Jahrzehnte auf die gesetzlich zugesicherte Entschädigung warten
und darüber hinaus auch noch kräftige Zinsabschläge auf
die Entschädigungssumme hinnehmen müssen. Dem MDR-Magazin
Umschau liegt ein noch unveröffentlichter Gesetzentwurf der Bundesregierung
vor, in dem die Regierung das Scheitern bei der Abwicklung der Entschädigung
eingesteht: Statt alle Entschädigungsverfahren wie ursprünglich
geplant bis Ende dieses Jahres abzuschließen, rechnet die Bundesregierung
jetzt mit einer erheblich längeren Abwicklung bis über das
Jahr 2020 hinaus (die Umschau berichtete bereits Mai 2001). Die Verzögerung bei der Bearbeitung der Anträge und der Auszahlung der Anspruchsberechtigten kann eine erhebliche Mehrbelastung für den Bundeshaushalt bedeuten: Nach Berechnungen der Status Vermögensverwaltung Hamburg summieren sich die Säumniszinsen bei einer Verzögerung von 20 Jahren und einem Zinssatz von 4 Prozent auf annähernd 1,5 Milliarden Euro.
http://www.mdr.de/umschau/643361.html |
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