Aktuell
Sowjetunion beendet am 25. Januar 1955 Kriegszustand mit Deutschland
Auf der Potsdamer Konferenz im Jahr 1945 wurde der Weg der weiteren Entwicklung Deutschlands als einheitlicher, friedliebender und demokratischer Staat festgelegt und die Notwendigkeit des Abschlusses eines Friedensvertrages mit Deutschland bestätigt.

Das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR erachtet es als anomal; dass Deutschland, obgleich seit der Einstellung der Kampfhandlungen mit Deutschland rund zehn Jahre vergangen sind, noch immer gespalten ist und keinen Friedensvertrag hat und dass sich das deutsche Volk noch immer gegenüber anderen Völkern in einer nicht gleichberechtigten Lage befindet.


1. Der Kriegszustand zwischen der Sowjetunion und Deutschland wird beendet, und zwischen ihnen werden friedliche Beziehungen hergestellt.


2. Alle im Zusammenhang mit dem Kriege entstandenen juristischen Beschränkungen gegenüber deutschen Staatsbürgern, die als Bürger eines feindlichen Staates betrachtet wurden, werden außer Kraft gesetzt.


3. Die Verkündung der Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland ändert nichts an seinen internationalen Verpflichtungen und berührt nicht die Rechte und Pflichten der Sowjetunion, die sich aus den bestehenden, Deutschland als Ganzes betreffenden internationalen Abkommen der Vier Mächte ergeben.


Der Vorsitzende des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR K. Woroschilow

Der Sekretär des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR
N. Pegow

 

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